Vietnam. Mittendrin statt nur dabei.

Mittendrin (im Verkehrschaos) statt nur dabei.

Ho Chi Minh City, Millionen TukTuks und ich mittendrin, hinten auf einem dieser TukTuks, das günstigste und auch schnellste Fortbewegungsmittel Saigons. Und so kam es, dass wir uns ich, mein Fahrer, mein Backpack, das mittlerweile die 21kg Marke überschritten hatte und meine zwei anderen Taschen, die jeweils auf meiner rechten und linken Schulter hingen auf den Weg zum Flughafen machten (in denen Taschen befanden sich übrigens lebensnotwendige Utensilien wie ein Holzelefant und eine Vase). Selbst für vietnamesische Verhältnisse konnte man wohl von einem voll bepackten TukTuk sprechen. Und das in einer chaotischen Millionenstadt wie Saigon, in der es, sollte es Verkehrsregeln geben, davon nichts zu spüren war. Ampel rot? Egal, wir fahren drüber (wie alle anderen ja auch)! Abstand zum Vordermann (den tausend Vordermännern)? Wird überbewertet! Hinzu kam, dass ich mir den Schumacher (vor seinem Comeback) unter den TukTuk-Fahrern ausgesucht hatte, der zu allem Übel während der Fahrt das Bedürfnis verspürte, sich zu mir umzudrehen:

Er: WeR aR you fRom?
Ich: Germany.
Er: Ah, Germeni, gud futbol, Beckenbawa…(ja, genau, Germany good football Beckenbauer…aber jetzt dreh dich wieder um und konzentriere dich verdammt nochmal auf den Verkehr!!)

Auch wenn der nette Vietnamese meine Gedanken nicht lesen konnte  ich kam sicher zum Flughafen. Nur das mit dem Fliegen wurde leider nichts.

Ich: Nach Luang Prabang (Laos) bitte.

Sie (mein Ticket kritisch beäugend): Sie fliegen heute nicht.

Ich: Doch. Nach Luang Prabang.

Sie: Sie fliegen am ersten März.

Ich: Heute ist der erste März.

Sie: Nein, heute ist der 29. Februar.

Ich: !!!! (Arrrghhhh) ???!!

Und so kam es, dass ich samt Gepäck den Rückweg antreten musste. Auf einem TukTuk, versteht sich…

Kokos(kopf)nuss und der schönste Sonnenuntergang meines (bisherigen) Lebens.

+++Deutsche Studentin von Kokosnuss erschlagen+++

Mui Ne. Eine Studentin (Alter unbekannt) ist nach Angaben Deutscher Behörden von einer Kokosnuss erschlagen worden. Die Tragödie ereignete sich am vergangenen Donnerstag im vietnamesischen Mui Ne, einem kleinen Dorf 200 km östlich der Millionenstadt Ho Chi Minh. Die Studentin war gerade dabei, den Sonnenuntergang zu fotografieren, als sich eine 4kg schwere Kokosnuss von einer Palme löste. Daniela S. wurde am Hinterkopf getroffen. Dem Obduktionsbericht zu Folge war die Studentin sofort tot.

Das wäre wohl die Schlagzeile gewesen, hätte ich zum betreffenden Zeitpunkt einen halben Meter weiter rechts gestanden. Zumindest hätte die Kokosnuss aus ca. 8m Fallhöhe leichte Kopfschmerzen verursachen und mich einige Gehirnzellen kosten können. Es soll Länder geben, in denen von den Bäumen fallende Kokosnüsse die häufigste Todesursache sind.
Aber der Sonnenuntergang, den ich an der Küste Vietnams fotografiert habe, war der schönste, den ich je gesehen habe (und ich habe schon einige gesehen). Für diese Bilder würde ich jederzeit wieder todesmutig mein Leben riskieren. Naja fast.

Bilder zu Vietnam: hier.

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Ein Gedanke zu “Vietnam. Mittendrin statt nur dabei.

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