Seal Rocks Australia. We were young.

Seal Rocks rocks!

Es gibt Trips im Leben, von denen man noch seinen Enkelkindern erzählen (vorausgesetzt man hat irgendwann welche) wird. Ich übertreibe nicht, wenn ich rückblickend sage: Der Trip nach Seal Rocks war bis dato der Trip meines Lebens. Nie wieder und an keinem anderen Ort dieser wunderschönen großen weiten Welt habe ich jemals wieder dieses absolute Freiheitsgefühl gespürt. Wir waren jung, an einem der schönsten Fleckchen der Erde und erlebten das Gefühl grenzenloser Freiheit. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort eben.

Am kilometerlangen menschenleeren weißen Strand liegend, auf den grenzenlosen türkisblauen Pazifik blickend:
Ich: Was für einen Tag haben wir eigentlich heute?
J.: Weiß nicht, ist doch egal…

Zwar verlief auch dieser Trip nicht reibungslos, was ihn aber nicht minder unvergessen macht. Hätten wir eigentlich schon ahnen können, unser Camper trug die Aufschrift „Simple will always be in Style“ und machte dieser Aufschrift dann auch alle Ehre, als er auf der Hebebank in der Reparaturwerkstatt thronte.

Nachdem das „Simple will always be in Style“ Gefährt nur noch schwarzen Rauch und Gestank von sich gab folgendes Szenario am Straßenrand in the middle of nowhere in Australien. Immerhin funktionierte der Empfang noch.
Besorgter Opa im ca. 16000 km entfernten Deutschland: Hallo Daniela, wie gehts dir?
Ich: Gut, habe jetzt aber leider keine Zeit, stehen irgendwo in Australien und warten auf den Abschleppdienst…

 

Vier Mädels, zwei Camper, zwei Surfboards und los ging es über die Sydney Harbour Bridge gen Norden nach Seal Rocks! Dort empfingen uns Delphine (unübertrieben mindestens 30 Stück, unglaublich!!) und eine wunderschöne nahezu unberührte Landschaft. Mit Ankunft mutierten vier zu grinsenden Honigkuchenpferden (daher sicher die Lachfalten). Denn es war einfach unglaublich, wie im Traum, wie in der Werbung oder einem Imagefilm über das Paradies!  Türkisblaues Meer!! Kilometerlanger Sandstrand!! Weiß noch dazu!! Und das Beste: Der Strand gehörte UNS ALLEIN! Bei diesem Anblick gab es nur noch folgende Möglichkeiten: Schreien, losrennen und ab ins Meer!!

Und, wie so oft im Leben wäre es einfach zu perfekt gewesen…

…denn dann ließ uns unser Camper mitten auf der Autobahn im Stich! Gestank und dunkler Rauch – nicht gut. Die Folge waren unzählige Auseinandersetzungen mit der Leihfirma Wicked Camper, stundenlanges Warten auf den Abschleppdienst, Übernachten auf dem Werkstadtparkplatz. Und das Verlangen nach einer Dusche (mittlerweile waren drei Tage ohne Genuss selbiger vergangen). Die Werkstadt befand sich in Swansea, einer vergleichsweise hässlichen Kleinstadt, in der es genau eine Autowerkstadt, zwei Cafés und vielleicht noch eine Reinigung gab. Aber auch das gehörte im Nachhinein einfach dazu. Zu viel Perfektion ist ja langweilig.

Meinen Gastbeitrag „Sandiger Geheimtipp“ für Pascromag findet ihr hier.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Seal Rocks Australia. We were young.

  1. Pingback: Die Ostküste Australiens: ein Geheimtipp | pascroMag

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s